Elektroinstallation im Eigenheim

Um die Elektroinstallation im Eigenheim selbst zu machen braucht es handwerkliches Geschick und ein gewisses Grundverständnis.

Überstürzen sollte man dabei jedoch nichts, denn gute Planung – im Neubau wie im Altbau – erspart dem Hausbesitzer so manch lästige, aufwendige und staubige Nachrüstung. Überlegen Sie gut, wie viele Steckdosen Sie in Ihrem Heim brauchen, legen Sie wenn möglich Lehrrohre für einen Kabelanschluss, auch wenn aktuell keiner geplant ist.

Im Fall der Fälle ist er dann ohne großen Aufwand verfügbar. Bei der Planung ist ein Elektrofachmann eine große Hilfe. Er kann aus einem Erfahrungsschatz schöpfen und ist auch bei dem Zählereinbau, beim späteren Anklemmen, sowie bei der Endabnahme unverzichtbar. Schon alleine aus Versicherungsschutzgründen sollten Sie den Fachmann zu Rate ziehen.

Ebenso sollten Sie, falls Sie kleine Kinder haben, an Steckdosen denken, die bereits eine Kindersicherung beinhalten.

Elektroinstallation selber machen

Unterputz – eine saubere Lösung

Damit man die ganzen Kabel später nicht sieht, wird die Elektrik Unterputz gelegt. Dabei müssen Schlitze in das Mauerwerk gestemmt werden. Wer es selber machen möchte, sollte sich vorher überlegen wie breit diese Schlitze sein sollen, ob die Kabel in Rohre kommen, und natürlich, ob an den Stellen bereits Rohre und Kabel laufen, beziehungsweise kreuzen.

Mit einem Leitungssucher muss der Weg vorher abgegangen werden! Die späteren Kabel und somit auch die Schlitze laufen immer waagerecht oder senkrecht. Machen Sie Fotos von den Schlitzen um auch nach ein paar Jahren noch zu wissen, wo Ihre Kabel verlaufen. Besonders scharfe Ecken und Kanten sollten Sie beim Verlegen meiden.

Die eigentlichen Schlitze werden mit einem Bohrhammer gestemmt. Auch eine Mauerfräse kann sich jeder Handwerker im Baumarkt ausleihen. Hammer und Meißel können auf kleinen Strecken gute Dienste leisten. Wer viel zu stemmen hat, kann einen Bohrhammer mit integriertem Staubsauger in Betracht ziehen, zumal dieser auf jeglichen Baustellen im Haus sehr gute Dienste leistet.
Wer jetzt seine Schlitze und Schächte aufgehackt hat, kann noch in Eigenleistung die Kabel reinlegen, die in regelmäßigen Abständen mit Gips fixiert werden.

Als Hilfe für spätere Anschlüsse werden Drähte in die Rohre gelegt. Als Leitungen werden ausschließlich Kupferleitungen verlegt, dabei sollte der Heimwerker auf die verschiedenen Kabelfarben achten und am Ende der Schlitze/ Rohre genug Kabel überlassen, damit diese später problemlos angeklemmt werden können. Wer sich sicher ist das er die richtigen Kabel gelegt hat, kann nun mit den Putzarbeiten beginnen.

Elektroinstallation – Sicherheit ist das A und O

Ein isolierter Schraubendreher, der die Spannung anzeigen kann, reicht für eine Elektroinstallation nicht aus. Bei allen Arbeiten mit Elektrizität, muss der Strom komplett abgeschaltet werden. Auf der sicheren Seite ist jeder Handwerker, indem er die Hauptsicherung abstellt. Zum Überprüfen ob die Spannung tatsächlich weg ist, gibt es hochwertige Spannungsprüfer.

Jeder Raum muss mit einem eigenen Schutzschalter ausgestattet sein, der bei Unregelmäßigkeiten den Strom sofort abstellt. Von Starkstrom sollte jeder Laie die Hand lassen, genauso wie von dem Anschließen von Steckdosen und Schaltern und das Installieren des Zählers.

Bausätze für Laien erleichtern so manchem Tüftler die Elektroinstallation, trotzdem sollte man sein Werk am Ende unbedingt vom Fachmann abnehmen lassen.

Im nachfolgenden Video werden noch weitere Tricks verraten:

Elektroinstallation im Eigenheim
5 (100%) 18 vote[s]