Frauen und Heimwerken – der Trend nimmt immer mehr zu

Da ist Frauen und Heimwerken auch kein Widerspruch mehr. Die Frau von heute hat eigenes Einkommen, ist unabhängig, selbstbewusst und stark. Sie trifft ihre eigenen Entscheidungen und akzeptiert keine Grenzen mehr. Dazu kommt, dass 24 % der Frauen heute allein leben.

Von kleinen Reparaturen bis zu großen Projekten führt die Heimwerkerin alles selbst durch.

Frauen und Heimwerken

Weibliche Heimwerkerinnen – Selbst ist die Frau

Umfragen über Frauen und Heimwerken aus 2010 ergaben, dass Frauen sich als begabte Heimwerkerinnen einschätzen. 80 % der Frauen erledigen Arbeiten in Haus und Garten selbstständig. 77 % trauen sich zu eine Wand auszumalen, 67 % können Möbel montieren und 53 % würden Regale auch mit Bohrer und Dübel an der Wand befestigen.

Als Motive werden von Frauen Eigenverantwortung und Unabhängigkeit genannt. Individuelles Gestalten des Wohnraumes spielt ebenso eine Rolle, wie der ökologisch orientierte Trend zum Upcycling. Ideen, Anregungen und Anleitung liefert das Internet.

Die Verbindung von Frauen und Heimwerken ist längst zur Normalität geworden. Da stellt sich die Frage:

Braucht es oder gibt es spezielle Werkzeuge für Frauen?

Die Studien zeigen, dass Frauen auch mit herkömmlichen Werkzeugen zurechtkommen. Einige Optimierungen wären aber hilfreich, denn Frauen haben:

  • kleinere Hände
  • geringere Handspannweite
  • kürzere Arme
  • weniger Muskelanteil (Kraft)

Das bedeutet: Kleinere Griffe, angepasste Zangen, ausnutzen von Hebelwirkungen, leichtere Maschinen mit optimalem Schwerpunkt und bei beidhändig zu bedienenden Werkzeugen ein
geringerer Griffabstand. Außerdem bevorzugen viele Frauen leisere Maschinen.

Werkzeuge für Frauen:

Vom Hersteller Wiha kommt Qualitätswerkzeug mit ergonomischen Griffen. Das Thema Frauen und Heimwerken nimmt man dagegen nicht so ernst. Ein nur dreiteiliges Schraubenzieherset für Frauen ist selbstverständlich Lila. In der Produktbeschreibung wird statt sieben lediglich ein technisches Detail genannt.

Wer bei Firma Bosch das Suchwort „Frauen“ eingibt, erhält eine Auswahl an leichten, handlichen und trotzdem leistungsstarken Geräten. Eine persönliche Beratung im Fachmarkt ist trotzdem zu empfehlen.

Die Merchandising-Marke „Tussi on Tour“ hat beinahe schon Kultstatus erreicht. Unter anderem gibt es auch Werkzeugsets in Pink und mit Logo. In Anbetracht des niedrigen Preises dürfte es eher für die gelegentliche Verwendung geeignet sein. Der rosa Eingang-Akku-Bohrschrauber mit 2,4 kg, ohne weitere technische Daten, kann nicht schritthalten mit gleichpreisigen  odernen Markengeräten mit 2-Gang-Getriebe und Li-Ion-Akku, die außerdem deutlich leichter sind.

Auf Internetverkaufsplattformen findet man jede Menge Werkzeuge für Frauen. Hauptsächlich handelt es sich um Handwerkzeuge und Sets in Pink, manche mit Mini-Akku-Schrauber. Oft haben die Sets ein verdächtig niedriges Gewicht und technische Details sind nicht angegeben. Der Preis dieser Merchandisingartikel lässt vermuten, dass das Werkzeug bestenfalls für den gelegentlichen Gebrauch geeignet ist. Frauen und Heimwerken ist hier offenbar nur ein Witz.

Die Tomboy Tools und DIYVA by Barbara K. aus den USA sind hierzulande noch nicht verbreitet. Auch diese Werkzeuge sind pink und genauere Spezifikationen fehlen.

Achtung: Erstaunlicherweise findet sich im Internet ein Gerät von Makita in Rosa und von Hitachi in Gelb. Auf den Homepages der beiden Firmen sind diese Geräte nicht zu entdecken. Es ist daher anzunehmen, dass es sich um Plagiate handelt.

Frauen und Heimwerken: Das Fazit

Es gibt viel Qualitätswerkzeug, das den Bedürfnissen von Heimwerkerinnen entgegen kommt. Das findet frau durch Beratung und Ausprobieren im Fachhandel oder durch Vergleich der technischen Daten und Spezifikationen.

Finger weg von rosa Werkzeug – es taugt meist nur als Partygag. Dahinter stecken oft minderwertige Produkte und gepimpte Auslaufmodelle.

 

 

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