Leiterarten: Welche Leiter für welche Anwendung?

Sicherlich haben Sie in Ihrem Leben bereits eine Leiter auf einer Baustelle oder zu Hause bestiegen. Wissen Sie noch, was für eine Leiter das war? Ja, es gibt sehr viele unterschiedliche Leitern für unterschiedliche Zwecke. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag vermitteln, wie viele unterschiedliche Leiterarten es gibt und wie Sie herausfinden, welche Leiter die richtige für Sie ist.

Standleiter aus Holz

Stehleiter aus Holz


Unterschiedliche Leitertypen

Dabei beginnen wir mit den Grundlagen: Es gibt unterschiedliche Leitertypen. Die Klassifizierung erfolgt nach unterschiedlichen Kriterien: Material, Konstruktion und Zweck sind die 3 wichtigsten. Eine Holzleiter ist beispielsweise etwas anderes als eine Aluleiter oder eine Kunststoffleiter.

Bezüglich der Konstruktion lässt sich wiederum eine Strickleiter von einer Teleskopleiter oder einer Stehleiter unterscheiden. Der Einsatzzweck wiederum definiert meist sowohl Material als auch Konstruktion. Eine Feuerwehrleiter kennt jeder, ebenso eine Boots- oder eine Dachleiter.


Diverse Konstruktionen der Leiterarten

Sie als Heimwerker brauchen in der Regel weder eine Strick- noch eine Bootsleiter, sondern meistens eine Stehleiter oder eine Teleskopleiter. Sie merken: Auf die Konstruktion kommt es hauptsächlich an. Deshalb möchten wir besonders auf die unterschiedlichen Konstruktionen näher eingehen:

Stehleiter / Trittleiter

Die bekannteste Leiter unter den Heimwerkern ist die Stehleiter. Es gibt sie in vielen verschiedenen Höhen von ca. 50 cm bis hin zu mehreren Metern. Die Stehleiter hat den Vorteil, dass sie von alleine steht. Sie muss weder angelehnt noch anderweitig gestützt werden. Daher hat sie auch ihren Namen. In der kleinen Variante bezeichnet man diese Leiterart auch als Trittleiter.

Leiterarten

Stehleiter aus Alu

Teleskopleiter / Schiebeleiter

Bei der Teleskopleiter wiederum handelt es sich ebenfalls um eine sehr bekannte Konstruktion, die, daher der Name, einem Teleskop ähnelt. Sie muss an eine Wand oder an einen Stamm gelehnt werden und steht nicht von alleine. Dafür ist sie sehr platzsparend unterzubringen – meist ist sie zusammengeklappt kaum größer als das untere Segment. Die Schiebeleiter wiederum kann auch ausgezogen werden, ist aber deutlich größer – quasi zwei Leitern (oder mehr) in einer. Hier ein Video zur Teleskopleiter:

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(Dreh-) oder Gelenkleiter

Die Gelenkleiter ist die dritte Leiter unter den bekannten Leiterarten. Sie kann durch bewegliche aber arretierbare Gelenke mehrerer Formen annehmen. Sie ist beispielsweise auch als Stehleiter einsetzbar. Diese Vielseitigkeit ist von Vorteil, doch die Gelenkleiter ist dafür teurer und nicht gerade platzsparend. Außerdem ist sie schwerer im Umgang. Man kann sie nicht so leicht auf- und abbauen.

Im folgenden Video wird die Gelenkleiter in verschiedenen Formen gezeigt:

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Hakenleiter, Strickleiter und Co.

Weitere Leiterarten sind wie schon erwähnt die Hakenleiter und die Strickleiter. Diese beiden Konstruktionen sind in der Umwelt häufig anzutreffen, für Heimwerker aber nicht wirklich von Belang, daher werden wir hier auch nicht genauer darauf eingehen. Strickleitern kennt vermutlich jeder aus seiner Kindheit und die Funktion ist allen bekannt.


So finden Sie die richtige Leiter

Jetzt, da wir die unterschiedlichen Leiterarten hinsichtlich ihrer Konstruktion angeschnitten haben, beginnen wir mit der genaueren Spezifizierung. Hier kommt es zuerst einmal auf Ihre Ansprüche an. Achten Sie dabei zunächst auf die Art der Leiter. In den meisten Fällen ist eine Stehleiter das Beste für Sie als Heimwerker. Sie wird für die meisten Renovierungsarbeiten wie Streichen oder Tapezieren in der Wohnung verwendet.

Wenn Sie auf platzsparendes Verstauen Wert legen und , greifen Sie hingegen zur Teleskopleiter. Wollen Sie möglichst hoch hinaus, ist die Schiebeleiter das richtige für Sie. Achten Sie bei den letzten beiden Leiterarten aber darauf, dass Sie etwas zum Anlehnen brauchen.

Danach sollten Sie sich Gedanken über die Höhe machen, in der Sie maximal arbeiten. Angenommen, sie brauchen eine Leiter, um in einer Altbau-Wohnung eine Lampe an der Decke zu montieren. Die Deckenhöhe liegt hier bei ca. 3,5 Metern. Suchen Sie dann eine Leiter mit einer Standhöhe von etwa 2 Metern.

Standhöhe, Arbeitshöhe und Reichhöhe

Die Standhöhe gibt an, wie hoch die letzte Stufe der Leiter über dem Boden ist. Addieren Sie etwa 1,5 Meter und Sie bekommen die Arbeitshöhe. Hier können Sie auch einen Akkuschrauber noch problemlos nutzen. Addieren Sie zur Standhöhe hingegen 2 Meter, erhalten Sie die sogenannte Reichhöhe. Diese sagt aus, wie hoch Sie maximal reichen können, um beispielsweise Spinnweben zu entfernen.

Schwere, mittlere und teilweise sogar leichte Arbeiten können Sie auf Reichhöhe jedoch nicht ausführen. Auch sollten Sie beachten, dass die Leiter sicher steht. Prüfen Sie dies vor dem Aufstieg ganz genau. Zwar besteht keine Pflicht zum Tragen von Schutzhelm, Sicherheitsschuhen oder Arbeitshandschuhen es sollte jedoch immer mit großer Vorsicht auf der Leiter gearbeitet werden.

Hinsichtlich Arbeitsschutz gibt es hier ein informatives Paper: Link. Übrigens: Natürlich ist die Reichhöhe niedriger anzusetzen, wenn Sie eine kleine Person sind.

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