Tiefenanschlag für Bohrer: Definition & Erklärung

Ein Tiefenanschlag bei einer Bohrmaschine oder bei einem Akkuschrauber dient dazu, die Tiefe des Lochs zu begrenzen. In der Regel ist das nicht so einfach, da man nicht sieht, wie tief man bereits gebohrt hat. Tiefenanschläge verhindern das Weiterbohren ab einer bestimmten Eindringtiefe oder zeigen zumindest an, wenn eine bestimmte Tiefe erreicht wurde.

Tiefenanschlag

Tiefenanschlag bei einer Bohrmaschine

Wir hatten den Begriff des Tiefenanschlags bei unseren Vergleichen über Bohrmaschinen und Akkuschrauber schon mehrmals erwähnt. In der Regel sind insbesondere Schlagbohrmaschinen oder Bohrhämmer mit einem Tiefenanschlag ausgerüstet oder können wenigstens mit einem solchen nachgerüstet werden. Denn die Tiefenbegrenzer sind insbesondere beim Bohren in eine Wand äußerst sinnvoll, da dort Dübel verwendet werden.

Beim Setzen eines Dübels sollte das Bohrloch genauso tief sein, wie der Dübel lang ist. Andernfalls besteht Gefahr, dass der Dübel zu weit in die Wand geschoben wird und nicht seine volle Haltekraft entwickeln kann.


Der Tiefenanschlag bei einer Bohrmaschine

Eine Bohrmaschine hat serienmäßig einen sehr einfach konstruierten Tiefenanschlag. In der Regel handelt es sich dabei um einen Stab, der durch eine Klemme verstellt werden kann. Diese Verstellung ist in einer Weise möglich, als dass der Stab parallel zum Bohrer vor und zurückgeschoben wird.

Je nachdem, wie weit der Stab vorragt, kann der Bohrer in die Wand eindringen. Die Eindringtiefe ist dabei genau die Strecke zwischen der Spitze des Stabes und der des Bohrers. Der Nachteil an einem solchen eher einfachen Tiefenanschlag ist, dass der Stab etwas weiter weg vom Bohrloch ist. Wer nicht genau senkrecht zur Wand bohrt, der bekommt kleine Ungenauigkeiten hinsichtlich der Tiefe.


Aufstecksenker als Alternative bei Akkuschraubern

Akkuschrauber verfügen meistens nicht über einen Tiefenanschlag. Selbst die Nachrüstung ist bei manchen Akkuschraubern schwierig, zumindest über die bekannte Variante mit dem Stab und der Klemme. Es gibt jedoch noch weitere Möglichkeiten, einen Tiefenbegrenzer zu realisieren. Beispielsweise geht das über Aufstecksenker sehr gut.

Tiefenanschlag

Handelsüblicher Akkuschrauber

Die sogenannten Aufstecksenker werden auf ein Bohrerbit aufgesteckt und mit einer Schraube an diesem fixiert. Sie können den Aufstecksenker genauso montieren, dass er damit Ihre gewünschte Bohrtiefe markiert und ein tieferes Bohren zwar nicht verhindert, aber wenigstens deutlich erschwert. Hier ein Praxisbeispiel:

Wenn Sie genau hinschauen und kleine Ungenauigkeiten keine Rolle spielen, können Sie die Tiefe am Bohrer auch einfach mit einem Klebeband markieren. Machen Sie sich jedoch darauf gefasst, dass das Klebeband nach jedem Bohrloch etwas nach oben rutscht. Messen Sie deshalb nach jedem Bohrloch nach und justieren das Klebeband eventuell neu.