Klärgrube – Kosten, Preise & wichtige Tipps 2022

In der Regel besteht in Deutschland der Zwang zum Anschluss ans Kanalnetz für alle Haushalte. Zum Teil kann das fast schon unwirtschaftlich sein. Eigene Kläranlagen gibt es eigentlich nur bei Gebäuden die sehr weit von anderen Anschlüssen entfernt liegen. Welche Kosten für eine Klärgrube in solchen Fällen auf Sie zukommen können, erklären wir in diesem Artikel.

Kosten fuer eine Klaergrube (1)

Kosten für eine Klärgrube: So berechnet sich der Preis

Eine Klärgrube kostet ca. 3500-4000 Euro. Das sind allerdings nur die ersten Startpreise; nach oben hin sind bei den Preisen für eine Klärgrube kaum Grenzen gesetzt. Sehr kleine Anlagen gibt es allerdings schon für rund 1500 Euro.

Das entscheidet über die Gesamtkosten
  • Kosten für die Anlage
  • Einbau Anschluss
  • Entleerungskosten

Beispielrechnung der Kosten inkl. Montage / Einbau

Damit Sie sich einen ersten Überblick verschaffen können, was in etwa in puncto Kosten für eine Klärgrube auf Sie zukommen kann, haben wir hier eine Beispielrechnung aufgeführt. 

Einzelposten Preis
Kosten für die Anlage 4200 € 
Einbau und Anschluss 2700 €
Gesamtpreis 6900 €

Die tatsächlichen Preise für eine Klärgrube können natürlich individuell stark abweichen. Außerdem muss beachtet werden, dass bei den Kosten für eine Klärgrube immer auch die Leerungen mit eingerechnet werden müssen, die pro Leerung mit etwa 200-300 Euro ins Gewicht fallen.

Wie funktioniert eine Klärgrube?

Im Grunde genommen handelt es sich bei einer Klärgrube um einen Behälter aus Kunststoff oder Beton, in dem sich Abwasser ansammelt. Nach dem Prinzip der Ablagerung sinken die wasserfremden Bestandteile, die schwerer sind, im Wasser durch ihr Eigengewicht nach unten.

Dort lagern sie sich am Boden als Klärschlamm ab. Der Fachbegriff hierfür lautet Sedimentation. Das übrige Wasser wird mithilfe eines Saugwagens abgesaugt, versickert im Boden oder wird in andere Gewässer umgeleitet.

Handwerkerpreise für die Montage einer Klärgrube vergleichen: So geht man vor

Variante 1: Um die Preise für eine Klärgrube herauszufinden, kann man zum Einen bei Google Maps nach geeigneten Handwerkern in der eigenen Region suchen und diese anrufen bzw. eine E-Mail schreiben.

Variante 2: Man kann den Auftrag zum Anderen aber auch in Myhammer einstellen: Link Hier bekommt man individuelle Angebote mit den einzelnen Kosten für eine Klärgrube – ganz einfach.

Klärgrube selber bauen, geht das?

Klärgruben kann man grundsätzlich selber montieren, ob diese dann genehmigt werden, ist allerdings eine andere Frage. Seit 2015 gibt es die Auflage, dass dafür nur Kleinkläranlagen verwendet werden, die mit einer biologischen Reinigungsstufe ausgestattet sind, damit der Gewässerschutz besser gewährleistet werden kann. Zum Bauen selbst eignen sich eigentlich bereits fertige Module. Pflanzliche Kläranlagen gibt es im Handel als Selbstbausätze ab rund 1000 Euro.

Klaergrube selber montieren

Welche Klärgruben gibt es?

Es gibt neben den schlichten Klärgruben mit einer Kammer auch aufwendiger gestaltete Klärgruben mit bis zu drei Kammern. Die Kosten für eine Klärgrube, die derart aufgebaut ist, steigen natürlich im Vergleich. In den Drei-Kammer-Gruben findet eine anaerobe Zersetzung des Wassers statt.

Wie groß muss eine Klärgrube sein?

Wird die Klärgrube regelmäßig und oft genutzt, sollten mindestens fünf Kubikmeter Inhalt eingeplant werden. Eine klare Regel gibt es hier allerdings nicht; die Größe hängt oft auch von der Art der Anlage ab. Mit größeren Anlagen kommen allerdings natürlich auch höhere Preise für eine Kläranlage auf Sie zu.

Wie tief muss eine Klärgrube sein?

Allein die Abwasserrohrleitung der Klärgrube sollte sich mindestens 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche befinden. Der Grund dafür ist, dass so das Einfrieren der Leitung im Winter besser verhindert werden kann. Eine Wassertiefe von mindestens 3 m wird hier empfohlen.

Wie hoch sind die Betriebskosten einer Klärgrube?

Normalerweise können Sie bei den Kosten für eine Klärgrube die Betriebskosten mit 250 bis 500 Euro im Jahr einrechnen. Diese gelten aber nur für einen reibungslosen Betrieb, bei dem keine Teile der Anlage etwa ausfallen und ersetzt werden müssen. Bei Störungen oder anderweitigem zusätzlichen Wartungsaufwand können durchaus höhere Preise für eine Klärgrube auf Sie zukommen.

Wie oft muss eine Klärgrube geleert werden?

Grundsätzlich ist festgelegt, dass eine private Kläranlage zweimal jährlich entleert werden muss. Bei Tropfkörperanlagen und Pflanzenkläranlagen sind die Kosten für eine Klärgrube in diesem Fall vergleichsweise niedrig.

Wie lange hält eine Kleinkläranlage?

Gesetzlich ist vorgeschrieben, dass die Nutzungsdauer bei privaten Kläranlagen auf 30 Jahre angelegt ist. Die meisten Anlagen können dies auch durchaus leisten.

Was passiert wenn die Klärgrube voll ist?

Dass die Anlage voll ist, erkennt man z.B. daran, dass Abflüsse verstopft erscheinen und Wasser nicht mehr richtig abfließt. Dazu kann ein sehr unangenehmer Gestank kommen.

In diesem Fall kann die Klärgrube ganz einfach mit einem Pumpwagen geleert werden. Um den biologischen Abbau zu beschleunigen und die Leerungen zu reduzieren, gibt es zum Beispiel mikrobiologische Hilfsmittel.


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Wolfgang Ruppert
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