Sollte es bei den großen Verbraucher-Magazinen einen Vinylboden Test geben, dann erfahren Sie das natürlich hier! Im ersten Teil des Berichts zeigen wir das Ergebnis unserer Recherche. Wir hoffen Ihnen damit die Suchen erleichtern zu können.

Anschließend stellen wir im Vinylboden Vergleich verschiedene Produkte vor und erklären die Vor- und Nachteile. Aus Vinylbodendielen macht man einen Bodenbelag aus Vinyl, der anderen Böden täuschend echt ähneln kann.

Direkt zu den Testberichten Direkt zum Produktvergleich

Vinylboden ist ein Bodenbelag aus Kunststoff, genauer gesagt aus Polyvinylchlorid, kurz PVC. Vinylboden ist also auch unter dem Namen PVC Boden bekannt. PVC Böden zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus: Sie sind chemisch sehr beständig, altern praktisch nicht und halten auch mechanischen Belastungen extrem gut stand. Der Boden ist außerdem einer der wenigen, die auf Dauer wasserfest sind.

Vinylböden sind außerdem sehr schlechte Schallleiter, man braucht darunter also keine Schallisolierung und kann den Boden auch bis an die Wände verlegen – oft wird der Boden sogar ein Stück an der Wand hochgelegt und dient als Fußleiste. Vinylböden werden verklebt, da sie relativ dünn sind muss der Boden vorher bestmöglich geebnet werden. In jüngster Zeit sind aber auch Vinylböden erhältlich, die wie Klick-Laminat verlegt werden: Sogenanntes Klick-Vinyl. Es gibt Vinylböden in allen möglichen Farben, Strukturen und mit Drucken.

Vinylboden Test-Übersicht

OrganisationBesteht ein Vinylboden Test?
Stiftung WarentestNein, bisher ist kein Vinylboden Test vorhanden.
ökoTestLeider gibt es auch bei ökoTest keinen Vinylboden Test.
Konsument.atAuch hier konnten wir keinen Vinylboden Test finden.
Ktipp.chNein, es besteht kein Vinylboden Test.

Wir haben im Internet bei vielen renommierten Herausgebern einen bestehenden Vinylboden Test gesucht. Leider ohne Erfolg.

Es gibt bisher auf den oben genannten Verbrauchermagazinen leider keinen Vinylboden Testbericht. Wir hoffen, dass sich das bald ändern wird. Falls ja, aktualisieren wir natürlich unsere Tabelle. Die Magazine befassen sich in erster Linie mit Konsumgütern und nicht mit professionellen Werkstoffen und Bodenbelägen.

Vinylboden Vergleich: Jago, Stilista& weitere im Vergleich

Kommen wir nun zum zweiten Teil unseres Beitrags, dem Vinylboden Vergleich. Es handelt sich nicht um einen Vinylboden Test, sondern um einen Vergleich. Dieser entstand auf Basis verschiedener der Produktkriterien (rechts neben dem Produktbild zu sehen) und öffentlich zugänglichen Kundenbewertungen. Die Produkte wurden von uns nicht in der Praxis getestet.

Vinylböden sind Bodenbeläge. Da interessiert zunächst natürlich der Preis pro Quadratmeter. Ein weiteres Kriterium ist die Dicke des Bodens. Sie ist beim Verlegen auf Grund der davon abhängigen Bauelemente besonders wichtig. So muss beispielsweise ggf. eine Tür unten abgeschliffen werden, sollte der Boden zu dick sein. Je dicker ein Vinylboden ist, desto besser isoliert er sowohl Wärme als auch Schall.

Neben diesen Attributen kommt es bei Vinylboden auch darauf an, ob er selbstklebend ist. Bei den meisten modernen PVC-Böden ist das der Fall. Letztendlich kommt es bei Vinylböden auf Grund der nur sehr schwach abweichenden Qualitätsunterschiede auf das Design und damit den persönlichen Geschmack an. Lassen Sie sich also primär von den Bildern leiten und entscheiden für sich! Schauen wir uns die folgenden Vinylböden im Vergleich an:

  • Neuhaus
  • Stilista
  • Jago
  • Obi Eiche Naturgrau Landhausdiele
  • Floorever Spa Rocky Mountain
  • Parador Vinylboden Classic 2030

Kaufempfehlung: Obi – Eiche Naturgrau Landhausdiele

Obi Vinylboden TestMarke: ObiKaufempfehlung Vinylboden Test
Farbe: Beige, Holz
Preis pro Quadratmeter: ca. 19,99 €
Dicke: 9,4 mm
Selbstklebend: Nein, aber Klick-Vinyl
Dielenmaß: 1207 x 216 mm
Anzahl Dielen pro Paket: Ca. 7 Stück
Eigenschaften: Nutzungsklasse 23/31, Kork-Trittschalldämmung integriert

Die Kaufempfehlung im Vinylboden Vergleich ist von Obi und ein sogenannter Klick-Vinyl. Ähnlich dem Klick-Laminat, kann dieser Vinylboden dank einer Trägerplatte zusammengeklickt werden. Man braucht also keinen Klebstoff. Das Besondere dabei ist nicht nur die integrierte Trittschalldämmung, sondern auch die hohe Dicke von 9,4 mm. Das spricht für eine sehr hohe Robustheit. Auch muss der Boden vorher nicht vollkommen eben sein, es zeichnet sich nicht jede Unebenheit mit dem Boden ab. Bewertung: Wer etwas mehr Geld ausgibt, bekommt hier das Beste aus Laminat und Vinyl: Klick-Vinyl. Diesen Vinylboden bei Obi kaufen


Preistipp: STILISTA

Angebot
Vinylboden Testergebnis Marke: STILISTA
Farbe: Eichenkrone schwarz (in vielen weiteren Designs erhältlich)
Preis pro Quadratmeter: ca. 7,49 €
Dicke: 2 mm
Selbstklebend: Nein
Dielenmaß: 1168,4mm (L) x 228,6mm (B)
Anzahl Dielen pro Paket: Ca. 75 Dielen (beim 20 qm Pack)
Eigenschaften: Fühlbare Holzstruktur, Nutzungsklasse: 23/31 (privat mit hoher Nutzung / gewerblich mit geringer Nutzung

Der Vinylboden von STILISTA ist im Vergleich der Preistipp. Der Grund dafür ist natürlich offensichtlich: Der Boden hat eben einen sehr guten Preis. Das sieht man vor allem im Vergleich zur Kaufempfehlung. Man muss dazu sagen, dass hier noch ein Bodenkleber gebraucht wird. Trotzdem kommt man mit dem STILISTA Boden am Ende günstiger weg. Bewertung: Ein günstiger und dabei dennoch hochwertiger Boden mit sehr großer Designauswahl.


Jago

Marke: Jago
Farbe: Wenge Matt Finnish (viele weitere verfügbar)
Preis pro Quadratmeter: ca. 7,96 €
Dicke: 2 mm
Selbstklebend: Nein
Dielenmaß: 1219,2 x 228,6 mm
Anzahl Dielen pro Paket: 18
Eigenschaften: 1 Paket für 5,02 qm

Der Vinylboden von Jago ist im Vergleich ebenfalls einer der günstigen. Auch hier benötigt man zusätzlich noch einen Kleber, da er keine selbstklebende Schicht hat. Den Vorzug gibt man diesem Boden gegenüber dem STILISTA Vinylbelag dann, wenn man längere Dielen möchte. Das kann am Ende im Design etwas ausmachen. Bewertung: Sehr lange Dielen für einen Vinylboden, das macht das Design elegant.


Floorever Spa – Rocky Mountain

klick Vinylboden testMarke: Floorever Spa
Farbe: Braun, Holz
Preis pro Quadratmeter: ca. 29,99 €
Dicke: 5 mm
Selbstklebend: Nein, aber Klick-Vinyl
Dielenmaß: 1280 x 192 mm
Anzahl Dielen pro Paket: 9
Eigenschaften: Nutzungsklasse 34

Der Vinylboden von Floorever Spa namens Rocky Mountain ist in brauner Holzoptik gehalten und mit Nutzungsklasse 34 versehen. Das ist mehr als bei den anderen Böden im Vergleich – selbst im gewerblichen Bereich bei häufiger Nutzung kein Problem. Das allerdings schlägt sich auch sofort im Preis nieder. Bewertung: Wer den Boden privat oder gewerblich intensiver nutzt, wird hiermit sicher zufrieden sein, sollte der Preis noch gehen. Diesen Vinylboden bei Obi kaufen


Parador – Vinylboden Classic 2030

vinylboden testsiegerMarke: Parador
Farbe: Hellbraun, Holz
Preis pro Quadratmeter: ca. 29,91 €
Dicke: 9,6 mm
Selbstklebend: Nein, aber Klick-Vinyl
Dielenmaß: 1207 x 216 mm
Anzahl Dielen pro Paket: Ca. 8
Eigenschaften: Nutzungsklasse 23/33/42 intensive Nutzung

Der Vinylboden Classic 2030 von Parador ist im Vergleich ebenfalls vertreten. Auch dieser Boden ist bei Obi erhältlich und zeichnet sich durch die Klick-Verlage aus. Der Boden ist der dickste im ganzen Vergleich und zudem recht teuer. Letzteres hängt mit der hohen Nutzungsklasse zusammen. Bewertung: Dieser Boden ist für alle, die einen Boden für die intensive Nutzung brauchen. Diesen Vinylboden bei Obi kaufen


Neuhaus – W820-4

Marke: [neu.haus] Farbe: Grau
Preis pro Quadratmeter: ca. 11,62 €
Dicke: 2 mm
Selbstklebend: Ja
Dielenmaß: 914,4 x 152,4 mm
Anzahl Dielen pro Paket: 7
Eigenschaften: Dekor Eiche, strukturiert

Der Vinylboden von Neuhaus zeichnet sich durch seine hohe Wertigkeit aus, die in der strukturierten Oberfläche wie auch dem Dekor liegt. Auch die Dielenform ähnelt der echten Diele bzw. Laminat. Entsprechend entsteht noch mehr der Eindruck, man habe Holz als Boden verlegt. Dass moderne Grau passt zu vielen Einrichtungen und Stilen. Bewertung: Moderner Vinylboden mit aktuellem Design und von hoher Wertigkeit.


Häufig gestellte Fragen zu Vinylböden:

Vinyl und PVC Boden, gibt es einen Unterschied?

Nein, es gibt keinen Unterschied. Vinylboden ist zwar ein etwas moderner Begriff der viel lieber verwendet wird, chemisch gesehen ist aber beides dasselbe. Mit PVC Boden wird umgangssprachlich meist noch ein ausrollbarer Boden assoziert wie er früher teilweise in Küchen verlegt wurde.

Vinylboden kaufen, wie vorgehen?

Der Kauf eines Vinylbodens sollte folgendermaßen von Statten gehen:

  1. Ermitteln Sie, wieviel Quadratmeter sie benötigen. Dabei können Sie ruhig nach der exakten Quadratmeter-Anzahl gehen, denn es gibt nur extrem wenig Verschnitt. Das gilt insbesondere beim Klick-Vinyl. Beim Klebe-Vinylboden können sie noch 2-5% aufschlagen.
  2. Ermitteln Sie, welche Nutzungsklasse sie brauchen. Im Heimbereich kann Ihnen das eigentlich egal sein, doch wenn sie den Flur eines Mietshauses oder ein Geschäft damit machen, sollte es schon ein Boden mit Nutzungsklasse 34 und mehr sein.
  3. Schauen Sie, ob Sie lieber Klick-Vinyl nehmen (teurer) oder sich für Klebe-Vinyl entscheiden. Letzteres gibt es meist nur in geringeren Nutzungsklassen. Außerdem muss der Boden dafür möglichst eben sein. Dafür trägt es nicht zu sehr auf dem Boden auf und bildet dank Kleber eine komplett (unter-)wasserfeste Oberfläche – mitsamt den Fugen.

Zum Klicken oder zum Kleben?

Es gibt Vinylboden in zwei Ausführungen: Als Klick-Vinyl und als Klebe-Vinyl. Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede auf:

Klick-VinylKlebe-Vinyl
  • Verarbeitung wie Klick-Laminat
  • Wasserbeständige Oberfläche
  • Dicker, meist 5 – 10 mm
  • Kaum Verschnitt
  • Hohe Nutzungsklassen
  • Benötigt extra Fußleisten
  • Keine Verlegung bis an Wand
  • Boden kann leicht uneben sein
  • Teuer
  • Wird aufgeklebt
  • Oberfläche inkl. Fugen komplett wasserfest
  • Dünn, meist 2 mm
  • Geringer bis hoher Verschnitt
  • Kann gleichzeitig Fußleiste sein
  • Verlegung bis an die Wand
  • Ebener Boden notwendig
  • Günstig

Auch für Küche und Bad geeignet?

Ja, Vinylboden ist auch für Küche, Bad und andere Feuchträume geeignet. Insbesondere der Klebe-Vinylboden ist dank Verklebung selbst in den Fugen komplett wasserfest. Theoretisch würde er auch unter Wasser sehr lange bestehen. Klick-Vinyl ist auch sehr wasserfest, doch da die Paneele nicht komplett aus PVC bestehen und die Fugen Stoßfugen sind, kann auf Dauer Wasser eindringen und schaden. Im Vergleich zu Parkett, Laminat usw. ist das aber praktisch nur unter widrigen Umständen möglich.

Im nachfolgenden Video geht es genau um dieses Thema:

Wie verlegen? Selber machen oder vom Profi?

Klick-Vinyl kann man sehr leicht selbst verlegen, es funktioniert wie Laminat. Die Paneele werden mit einem gewissen Wandabstand einfach aneinandergelegt und angestoßen, bis es „klickt“ und keine Fuge mehr sichtbar ist. Wie bei einer Mauer muss man auf eine versetzte Verlage achten. Der Schnittrest am Ende wird für den Anfang der nächsten bahn genutzt.

Bei Klebe-Vinyl sieht die Sache anders aus: Hier muss man die Paneele mit einem Kleber kleben, wenn sie nicht selbstklebend sind. Da die Paneele manchmal auch quadratisch ohne Versatz verlegt werden, ist der Verschnitt mitunter relativ hoch.

Wir haben ein Video von Hornbach gefunden zum Verlegen von Klebevinyl:

Passend dazu ein Youtube-Video für Klick-Vinyl:

Trittschalldämmung notwendig?

Nein, eine Trittschalldämmung ist insbesondere bei Klebe-Laminat nicht notwendig. Klick-Vinyl hat in der Regel eine integrierte Trittschalldämmung. Bei letzterem ist darauf zu achten, dass der Vinylboden nicht an der Wand liegt und so den Schall übertragen kann.


Folgende Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Vinylboden Test & Vergleich 2019
4.7 (93.17%) 41 vote[s]