Bodenplatte – Diese Kosten kommen auf dich zu

Die Preise für eine Bodenplatte hängen hauptsächlich vom zu tragenden Gebäude ab. Die Kosten für eine Bodenplatte sind bei einem Einfamilienhaus höher als bei einem Pool, einer Garage oder einem Gartenhaus. Die Beispielrechnung bietet eine Orientierungshilfe.

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Bodenplatte für ein Einfamilienhaus

Bodenplatte Kosten pro qm: So berechnet sich der Preis

Eine Bodenplatte kostet ca. 200 EUR pro m². Dieser Preis beinhaltet nur die Kosten für eine Bodenplatte allein.

Das entscheidet über die Gesamtkosten
  1. Traglast
  2. Gründungstiefe
  3. Bodenbeschaffenheit
  4. Frostverhältnisse
  5. Abmessungen
  6. Dämmung

Beispielrechnung der Kosten

Die folgende Beispielrechnung veranschaulicht die Kosten für eine Bodenplatte nach Passivhaus-Standard mit einer Grundfläche von 100 m². Bei größeren Bauvorhaben, wie einem Einfamilienhaus, einer Garage oder einem Pool ist unbedingt ein Fundamentplan zu beauftragen. Die Rechnung vermittelt eine ungefähre Vorstellung über die Größenordnung der Preise für eine Bodenplatte. 

Tätigkeit Kosten
Fundamentplan 1.500 € 
Trennlage mit PP-Filtervlies 600 €
Schotterschicht (15 cm) 1.300 € 
Trennlage mit doppellagiger PE-Folie 600 €
Stahlbeton-Bodenplatte (inkl. Schalung) 16.000 € 
Gesamtpreis 20.000 €

Was kostet eine Bodenplatte mit Erdarbeiten?

Für den Aushub der Baugrube sowie die Entsorgung des Abraums ist je nach Bodenklasse mit Kosten in Höhe von ca. 18 bis 80 € pro m³ zu rechnen. Für das Beispiel der Bodenplatte mit einer Grundfläche von 100 m² wäre ein Erdaushub von rund 136 m³ erforderlich. Bei leichtem Boden ergäbe sich hierbei ein Gesamtbetrag für die Erdarbeiten von ca. 4 000 €, der den Kosten für eine Bodenplatte hinzuzurechnen ist.

Was kostet eine Bodenplatte mit Dämmung?

Um eine Dämmung nach Passivhaus-Standard zu realisieren, kommen unter anderem hochdruckfeste XPS-Platten in Frage. Mit einer derartigen Dämmung würden sich die Preise für eine Bodenplatte um ca. 15 000 € erhöhen.

Handwerkerpreise vergleichen: So geht man vor

Möglichkeit 1: Auf Google Maps nach geeigneten Bauunternehmen in der eigenen Region suchen und per E-Mail deren Preise für eine Bodenplatte anfragen. Im Vorfeld am besten eine Bau- und Leistungsbeschreibung, in der die Größe und der Baustandard der gewünschten Bodenplatte definiert sind, erstellen.

Möglichkeit 2: Einen Auftrag bei Myhammer einstellen. Auch hierbei ist empfehlenswert, im Vorfeld eine Bau- und Leistungsbeschreibung zu erstellen.

Bodenplatte selber bauen, geht das?

Eine Bodenplatte zu bauen, erfordert Genauigkeit und Sorgfalt. Dies kommt daher nur für sehr erfahrene und geübte Handwerker mit Fachkenntnissen in Frage. Durch Eigenleistungen lassen sich jedoch auch die Kosten für eine Bodenplatte erheblich reduzieren.

Notwendige Werkzeuge, die man dafür benötigt:

  1. Minibagger
  2. Rüttelplatte
  3. Hammer
  4. Handkreissäge
  5. Winkelschleifer
  6. Kneifzange

Wie tief muss der Aushub für eine Bodenplatte sein?

Ein Fundament muss auf ganzjährig frostfreiem Boden gründen, um Frostschäden am Gebäude vorzubeugen. In Deutschland können die Böden im Durchschnitt bis in eine Tiefe von 80 cm gefrieren. Dementsprechend tief muss die Baugrube ausgehoben werden. Je tiefer die Baugrube, desto höher liegen die Preise für eine Bodenplatte inkl. aller Bauleistungen.

Wie hoch soll die Bodenplatte sein?

Die Dicke der Bodenplatte richtet sich nach den Bauwerkslasten. Sie wird im Fundamentplan festgelegt. Bei mittleren Belastungen wie bei einer Garage oder einem Gartenhaus ist zumeist eine Dicke von 20 cm bis 25 cm ausreichend.

Bei starken Belastungen wie bei einem Einfamilienhaus oder einem Pool ist von einer Mindestdicke von 30 cm auszugehen. Die erforderliche Dicke beeinflusst unmittelbar die Preise für eine Bodenplatte.

Fundamentarten

  • Streifenfundament: Ein Streifenfundament besteht aus Betonstreifen, welche unter den tragenden Wänden eines Gebäudes angeordnet werden.
  • Plattenfundament: Die Bodenplatte als Plattenfundament bildet die Grundfläche eines Gebäudes und kann sehr hohe Bauwerkslasten tragen.
  • Einzel- oder Punktfundament: Ein Einzel- oder Punktfundament dient zur Gründung von punktförmigen Lasten wie Säulen oder Stützen.

Wie ist eine Bodenplatte aufgebaut?

Die Grubensohle wird mit PP-Filtervlies abgedeckt. Die Sauberkeitsschicht besteht aus Magerbeton oder Kiesschotter und muss mindestens 5 cm dick sein. Auf die Sauberkeitsschicht kommt eine Schicht mit wasserundurchlässiger PE-Folie. Sofern eine Dämmung mit Kunststoffplatten vorgesehen ist, wird diese auf der PE-Folienschicht verlegt. Darüber wird die eigentliche Bodenplatte angelegt. Sie besteht aus stahlbewehrtem Beton. Der Aufbau entscheidet über die gesamten Kosten für eine Bodenplatte.

Fundament unter der Bodenplatte

Fundament unter der Bodenplatte

Wie lange braucht eine Bodenplatte zum vollständigen Aushärten?

Insgesamt braucht Beton etwa 4 bis 6 Wochen zum Aushärten. Je nach Witterung ist die fertige Bodenplatte währenddessen gegen Frost oder zu schnelles Austrocknen mit einer Folie zu schützen.

Bodenplatte oder doch lieber Keller?

Der Bau eines Kellers ist möglich, wenn die Bodenbeschaffenheit es zulässt. Ist dies der Fall, ist zu überlegen, wie viele Räume im Gebäude man für welchen Zweck benötigt. Ein Keller bietet sich an, wenn diese Räume wegen zu enger Platzverhältnisse, dem späteren Nutzungszweck oder baubehördlichen Beschränkungen nicht alle oberirdisch angeordnet werden können, sollen oder dürfen.

Wolfgang Ruppert