Sollte von den großen Verbraucher-Magazinen ein Wärmebildkamera Test veröffentlicht worden sein, erfahren Sie das hier im Beitrag. Wir starten unserem Beitrag mit einem Wärmebildkamera Vergleich, in welchem wir verschiedene Produkte anhand ihrer Produktinformationen einander gegenüber stellen. Anschließend kommt die Übersicht zu bestehenden Wärmebildkamera Testberichten und wir beantworten noch häufig gestellte Fragen.

Wärmebildkamera kaufen: Worauf achten?
  • Welcher Temperaturbereich kann abgebildet werden?
  • Mit welcher Auflösung aufgenommen wird.
  • Ob ein Akku enthalten ist.
  • Wie hoch die Messgenauigkeit ist.
  • Ein Blick auf die Kundenrezensionen verrät die Alltagstauglichkeit.
Produkt-Tipp: Derzeit besonders beliebt

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Wärmebildkamera Vergleich: Unsere Empfehlungen

Im Wärmebildkamera Vergleich haben wir zu den einzelnen Produkten die wichtigsten Kriterien herausgesucht und übersichtlich dargestellt. Es handelt sich dabei um Kriterien wie z.B. Temperaturbereich, Auflösung & vieles mehr. Auf Basis der technischen Daten und Kundenbewertungen haben wir dann die vielversprechendsten Produkte ausgewählt. Die Produkte wurden von uns nicht in der Praxis getestet.

Kauftipp: Bosch – Professional Wärmebildkamera GTC 400 C

Bosch Professional 12V System Wärmebildkamera GTC 400 C (1x Akku 12V + Ladegerät, mit App-Funktion, Temperaturbereich: –10 °C bis +400 °C, Auflösung: 160 x 120 Pixel, in L-Boxx)
Marke: BoschKaufempfehlung 12 V Kompressor Test
Art: Handkamera
Temperaturbereich: -10°C bis +400°C
Auflösung: 160 x 120 Pixel
Genauigkeit: +/- 3°C
Akku: 12 V Akkusystem, 1 Akku enthalten
Besonderheiten: inkl. Handschlaufe und robuster L-Boxx, App-Funktion

19.200 Pixel werden erfasst und der besonders große Temperaturbereich kann mit nur einer geringen Ungenauigkeit abgebildet werden. Der Lieferumfang ist komplett und die Daten bzw. Bilder können über eine Bosch Thermal App an den PC oder auf das Smartphone übertragen werden. Mit nur einem Klick stehen alle Funktionen zur Verfügung. Die Bild-in-Bild Funktion ist selbsterklärend und auch Laien kommen mit dieser Wärmebildkamera gut zurecht. Über ein digitales Thermometer kann die genaue Temperatur des anvisierten Bereichs abgelesen werden. Der Akku hält lange durch und über einen USB-Port kann auf die Kamera zugegriffen werden. Die Bosch GTC 400 C eignet sich hervorragend für Elektro-Anwendungen, für Heizung, Lüftung und Klima, den Fensterbau und auch für die KFZ-Technik. Unsere Meinung: Für eine professionelle Wärmekamera mit vielen Funktionen am technischen Stand der Zeit immer noch absolut preiswert.


Preistipp: FLIR – One Wärmebildkamera für iOS-Geräte V3

FLIR One Wärmebildkamera für iOS-Geräte Version 3, Silver
Marke: FLIR12 V Kompressor Testergebnis
Art: Zusatzmodul für iPhone
Temperaturbereich: -20°C bis 120°C
Auflösung: 80 x 60 Pixel
Genauigkeit: +/-3°C
Akku: über das iPhone
Besonderheiten: cleveres AddOn für alle iOS Geräte, äußerst einfache Handhabung

Egal ob Sie einfach nur die Welt erkunden wollen, Probleme im Haus aufdecken oder in der Nacht etwas sehen wollen, mit der FLIR One können Sie das problemlos tun. Über die kostenlose FLIR One App erhalten Sie automatische Berichterstattung, Objektmessung und kostenlose Realtime Tipps und Tricks, während Sie die Wärmebildkamera verwenden. Dank der MSX-Technologie wird das thermische Spektrum mit dem sichtbaren Spektrum des Lichts kombiniert und ermöglicht Ihnen eine bestmögliche Auflösung mit vielen Details. Der Onefit verstellbare Verbinder passt sich an unterschiedliche iPhone Modelle an. Auch „Thermies“ sind möglich, das sind Wärmebild-Selfies.  Unsere Meinung: Nicht nur günstig sondern auch clever können Sie mit der FLIR One eine Wärmebildkamera für aktuelle iPhone Modelle ganz einfach selbst nachrüsten.


TOPDON – IR Wärmebildkamera

TOPDON Infrarot Wärmebildkamera - ITC629, Auflösung von 220 x 160 Pixel, Temperaturbereich –20 °C bis +450 °C, Professional Wärmebildkamera ± 2% Genauigkeit vom Messwert, eingebaute Lithium Batterie
Marke: TOPDON
Art: Handkamera
Temperaturbereich: -20°C bis +450°C
Auflösung: 220 x 160 Pixel
Genauigkeit: +/-2°C
Akku: wiederaufladbarer Hochleistungsakku inkludiert
Besonderheiten: Hohe Genauigkeit und Auflösung, viele professionelle Funktionen und Modi

Mit 300.000 Messpunkten erfassen Sie ganz genau thermische Messdaten und geben Sie am integrierten Monitor wieder. Die TOPDON IR Wärmebildkamera eignet sich hervorragend zur Inspektion von Autos, Elektroanlagen, Hausisolationen und mehr. In den verschiedenen Darstellungsmodi können Sie auch eine Art Nachtsicht aktivieren um bei schlechten Lichtverhältnissen durch die Kamera sehen und arbeiten zu können. In diesem Set ist alles enthalten was Sie brauchen. Durch die hohe Auflösung erstellen Sie detailreiche Bilder. Eine Wifi-Funktion besitzt diese Wärmebildkamera nicht. Der Emissionsgrad ist einstellbar von 0,01 bis 1,00 mit 4 Arten von Objektmessmodi. Unsere Meinung: Absolut professionelle Wärmebildkamera zum Vorzugspreis.


HTI – XINTAI HT-04D

Hti-Xintai HT-04D Wärmebildkamera, Infrarot-Handkamera mit Echtzeit-Wärmebild, Infrarotbildauflösung 120 x 160, IR-Wärmebildkamera
Marke: HTI
Art: Handkamera
Temperaturbereich: -15°C bis +300°C
Auflösung: 120 x 160 Pixel
Genauigkeit: +/-2°C
Akku: integriert, wiederaufladbar
Besonderheiten: einfache Handhabung, eingebautes 3G

19.200 Bildpunkte werden erfasst, es stehen viele Modi und Funktionen zur Verfügung und dennoch bleibt die Handhabung einfach und übersichtlich. Das 2,8 Zoll Farbdisplay ist hell und liefert alle wichtigen Informationen. Für diese Preisklasse ist die HTI XINTAI HT-04D eine sehr genaue Wärmebildkamera. Ein eingebauter LED Strahler spendet Licht. Der Akku ist integriert und wird direkt über den USB-Anschluss aufgeladen. Er bietet ca. 2 bis 3 Stunden Arbeitszeit mit der Wärmebildkamera. Unsere Meinung: Preiswerte und handliche Wärmebildkamera die sich gut für Laien eignet.


HTI – XINTAI HT-19 Wärmebildkamera

Neue Infrarot-Wärmebildkamera mit einer höheren Auflösung von 320 x 240 IR. Modell HT-19 mit verbesserten 300.000 Pixeln, scharfem 3,2-Zoll-Farbdisplay, Batterie im Lieferumfang enthalten.
Marke: HTI
Art: Handkamera
Temperaturbereich: -20°C bis +300°C
Auflösung: 220 x 160 Pixel
Genauigkeit: +/-2°C
Akku: integriert, wiederaufladbar
Besonderheiten: sehr breiter Funktionsumfang, großes Display

Am 3,2 Zoll großen Farbdisplay werden 300.000 Pixel für Sie ausgewertet. Mit 5 Farbskalen haben Sie immer alles im Blick. Die Menüführung ist einfach verständlich und übersichtlich. Zu einem sehr guten Preis erhalten Sie professionelle Funktionen und können direkt auf dem eingebauten Speicher der Kamera bis zu 20.000 Bilder speichern. Über ein USB Kabel können die Aufnahmen auch auf den Computer übertragen und weiterverarbeitet werden. Unsere Meinung: Perfekter professioneller Helfer für Werkstatt, Haushalt und Beruf.


HTI – XINTAI  Wärmebildkamera Pocket

Hti-Xintai - Wärmebildkamera, Infrarotkamera im Taschenformat mit Echtzeit-Thermografie, Infrarot-Bildauflösung von 220 x 160, Temperaturmessbereich -20°C bis 300°C, Mini IR-Wärmebildkamera
Marke: HTI
Art: Pocket-Wärmebildkamera
Temperaturbereich: -20°C bis +300°C
Auflösung: 220 x 160 Pixel
Genauigkeit: +/-2°C
Akku: integriert, wiederaufladbar
Besonderheiten: äußerst handlich und trotzdem alle wichtigen Funktionen

35.200 Bildpunkte werden erfasst und auf dem 3,2 Zoll Farbbildschirm ausgegeben. Entdecken Sie rasch Hot- und Coldspots, Kältemuster und Probleme um Energiekosten zu sparen. Mit geringen Abmessungen von nur 140 x 80 x 28 mm passt die XINTAI Wärmebildkamera tatsächlich in jede Arbeitstasche. Die Aufnahmen überspielen Sie praktisch über den USB-Anschluss zur weiteren Verarbeitung und Analyse auf ihren Computer. Es stehen fünf Farbpaletten für die Darstellung zur Verfügung. Unsere Meinung: Klein aber fein trifft es ganz hervorragend, dieses kleine Ding leistet mehr, als man erwarten würde.


Wärmebildkamera Test: Das sind die Testsieger

Verbraucher suchen im häufiger nach einem Wärmebildkamera Test um zu erfahren, was bekannte Verbrauchermagazine als Testsieger gewählt haben und welche Produkte nicht zu empfehlen sind. Wir haben nach bestehenden Testberichten gesucht und zeigen in der Tabelle das Ergebnis unserer Recherche:

Herausgeber Gibt es einen Testbericht? Jahr Link Kostenlos einsehbar?
Stiftung Warentest Nein
Schweizer Fernsehen Nein
Ökotest Nein
Haus & Garten Test Nein
Konsument.at Nein
Ktipp.ch Nein
Saldo.ch Nein
ETM Testmagazin Nein

Bei unseren Recherchen haben wir für Sie wieder einmal die führenden, deutschsprachigen Testmagazine überprüft. Dabei mussten wir leider feststellen, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keines davon einen dezidierten Testbericht zu Wärmebildkameras online gestellt hatte.

Wir haben zwar einige Berichte gefunden, wo Smartphones mit integrierter Wärmebildfunktion bewertet wurden, doch diese Berichte entsprechen nicht wirklich unseren Kriterien, weshalb wir von einer Listung in der obigen Tabelle abgesehen haben.

Wir bleiben weiterhin für Sie dran. Sollte sich demnächst noch etwas an dieser Situation verändern, werden wir die Liste für Sie aktualisieren. Bitte beachten Sie, dass es inzwischen üblich ist, dass in den Testmagazinen vor allem die neueren Testberichte hinter einer Bezahlschranke versteckt werden. Hier wird eine kleine Gebühr oder tatsächlich sogar ein Abo fällig. Das entscheiden die jeweiligen Magazine autonom. Darauf haben wir keinen Einfluss und profitieren auch nicht davon, dennoch bitten wir um ihr Verständnis.

Wie bestimmt die Stiftung Warentest Wärmebildkamera Testsieger?

Wie bei anderen Produkten wird auch bei der Ermittlung des Wärmebildkamera Testsiegers zu erst einmal nach Kaufpreis sortiert. So wird sichergestellt, dass die zu testenden Wärmebildkameras auch in der jeweiligen Preisklasse vergleichbar bleiben. Anschließend werden der Funktionsumfang und die weiteren Herstellerangaben im Rahmen von fordernden Praxistests verifiziert.

Je besser die Wärmebildkameras im jeweiligen Test abschneiden, desto mehr Punke werden vergeben. Letztlich ist der Wärmebildkamera Testsieger jenes Produkt, welches die meisten Punkte erhalten hat. Oft werden diejenigen Produkte mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis zum Testsieger ernannt.


So funktioniert eine Wärmebildkamera

Eine Wärmebildkamera ist im Grunde eine Digitalkamera und arbeitet auch mit einem FOV (dem Field of View, dem Blickfeld). Je weiter man von dem Messobjekt entfernt steht, desto mehr wird von diesem Bild aufgenommen. Einzelne Pixel werden dann nicht mehr so detailliert dargestellt, aber das Leuchten, welches schließlich angezeigt wird, ist stark genug, um auch aus größerer Distanz aussagekräftige Aufnahmen zu machen. Damit sind Temperaturmessungen relativ unabhängig von der Distanz.

Der FPA (Focal Plane Array) ist das Herzstück einer jeden Wärmebildkamera, es ist ein besonders leistungsstarker Bildsensor mit bis zu 1 Million Pixel. Jeder einzelne Pixel ist ein winziges Mikrobolometer. Hierbei handelt es sich um thermische Empfänger, die oft nur 150 Nanometer dünn sind. Binnen weniger Millisekunden werden diese „Fühler“ vom Temperaturunterschied zwischen Objekt- bzw. Eigentemperatur erwärmt. Verantwortlich für diese hohe Empfindlichkeit zeichnet die vorzügliche Wärmeisolation der IR-Kamera zur evakuierten Umgebung. Zusätzliche Messdaten können über ein Laser-Messmodul erfasst werden, welches sich nicht nur konkret auf die erfassten Bildpunkte konzentriert, sondern punktuelle Messungen vornehmen und intern die Temperaturmessungen konkretisieren kann, was dann wieder in das bildgebende Verfahren mit einfließt. Neben der bildhaften Darstellung der Wärmeunterschiede benötigt man schließlich auch eine genaue Angabe zur aktuellen Temperatur, eben diese Messung findet über den Laser statt.

Ändert sich die Eigentemperatur des Bolometers, dem Wärmesensor, so ändert sich auch dessen Widerstand. Dieser wird in ein elektrisches Spannungssignal umgewandelt. Schnelle Analog-Digitalwandler in der Kamera wandeln das zuvor verstärkte und serialisierte Videosignal um. Ein Algorithmus teilt dann in der Signalverarbeitung jedem einzelnen Pixel einen Temperaturwert zu und generiert in Echtzeit die gut bekannten Wärmebilder in Falschfarben.

Die Kalibrierung von Wärmebildkameras ist recht aufwendig. Die Bolometer-FPAS müssen regelmäßig thermostatiert werden, um die Messgenauigkeit zu erhalten. Sind die Wärmebilder erst einmal generiert, werden Sie auf dem üblichen Wege, wie andere digitale Bilder auch, entweder aufgezeichnet, direkt ausgegeben oder auch direkt in einen Computer zur Weiterverarbeitung übertragen. Wie bei anderen digitalen Bildaufzeichnungsgeräten folgen auch die Wärmebildkameras dem technischen Fortschritt, so werden die Auflösungen immer höher und die Übertragungsraten der integrierten Schnittstellen (z.B. USB 2.0, USB 3.0, USB 3.1, etc.) immer leistungsfähiger.

Waermebildkamera Testsieger

Infos zu Infrarot-Sensor, Laser, Akku & Display

Wärmebildkameras sind technische High-End Geräte und verfügen über einige elementare Komponenten. Auf diese sind wir folgend kurz für Sie eingegangen.

Infrarot-Sensor: Ein Infrarotsensor stellt das Kernstück einer jeden Wärmebildkamera dar. Infrarotstrahlung ist nämlich Wärmestrahlung. Die sogenannten Bolometer sind höchst empfindlich wenn es um Temperaturunterschiede geht. Mit ihnen werden Wärmesignaturen in unterschiedliche Spannungswiderstände gewandelt, die dann vom internen Prozessor in sichtbare Farbunterschiede, in das klassische Wärmebild, konvertiert werden.

Laser: Eine Lasermessung kann, ähnlich wie beim Ohrenthermometer zu Hause, punktuell die Temperatur messen. Diese Messwerte fließen dann in die Anpassung der Wärmebilddarstellung ein und eine genaue Temperatur kann neben den Farbunterschieden angezeigt werden. Neben der Temperatur kann der Laser auch noch die Entfernung zur Wärmbildkamera erfassen.

Akku: Zum Einsatz kommen hochwertige Li-Ionen Akkus die ausreichend Kapazität haben um die aufwendigen Prozesse in der Wärmebildkamera, den großen Sensor und das oft recht große Display für möglichst lange mit Strom zu versorgen. Die meisten Wärmebildkameras verfügen über Wechselakkus, damit die Einsatzdauer im Felde möglichst verlängert werden kann.

Display: Die Displays an den Wärmebildkameras werden mit fortschreitender Technik größer und hochauflösender. Je nach Gerät und Ausrichtung für das Einsatzgebiet können diese Displays sogar richtig groß werden. Für einfache Handgeräte arbeitet man meist mit 4 bis 6 Zoll Displays. Auch spezielle Smartphones, zum Beispiel von CAT, verfügen über eine Wärmebildfunktion. Hier wird auch gleich das integrierte Smartphone Displays verwendet um die Messdaten auszugeben.

Wichtige Funktionen: Mit Entfernungsmesser, Aufzeichnung, Nachtsicht, Software & WLAN-Funktion

Entfernungsmesser: Die Entfernung vom zu messenden Objekt bis zur Wärmebildkamera wird üblicherweise über denselben Laser gemessen, der auch die Temperatur misst. Die Angaben sind in beiden Fällen sehr genau.

Aufzeichnung: Wärmebildkameras verfügen über interne Speicher oder können direkt auf einen Empfänger-Computer gestreamt werden um die Wärmebildaufnahmen auch wie ein herkömmliches Video auch aufzuzeichnen. Gerade für die Dokumentation von Bauschäden, Wärmeisolationen oder auch beim Einsatz in Notsituationen erfüllen solche Aufzeichnungen einen dokumentarischen Zweck.

Nachtsicht: Viele Wärmebildkameras verfügen auch über einen klassischen Nachtsichtmodus. Die Wärmebild-Sicht ist ohnehin nicht vom Tageslicht abhängig, lediglich von den eventuell durch die Sonne erwärmten Flächen. Dadurch empfiehlt sich ohnehin ein Einsatz in der Nacht, bzw. während der Dämmerung, wenn die Umgebung bereits ein wenig Zeit hatte sich nach dem Tag abzukühlen.

Software: Viele Wärmebildkameras bieten spezielle Software um die Videodaten am Computer weiter zu verarbeiten. Einmal als Video abgespeicherte Aufnahmen können Sie wie gewohnt mit Videobearbeitungsprogrammen wie Adobe’s Premiere, Davinci’s Resolve oder Apple’s Final Cut weiterverarbeiten.

WLAN-Funktion: Über die WLAN-Funktion kann eine Wärmebildkamera ferngesteuert werden, zum Beispiel von einem Smartphone oder einem Laptop. Auch ein Datenaustausch kann direkt etabliert werden. So können Sie die Aufnahmen der Wärmebildkamera nicht nur in Echtzeit beobachten sondern auch aufzeichnen und vielleicht direkt in weiterer Software auswerten lassen.

Vorteile & Nachteile

Vorteile:

  • Viele private wie professionelle Einsatzmöglichkeiten
  • Einfache Handhabung
  • Enormer Funktionsumfang
  • Viel Zubehör und zusätzliche Software erhältlich

Nachteile:

  • teuer in der Anschaffung
  • für Quereinsteiger verwirrende Modellvielfalt

Unterschiedliche Einsatzzwecke: Für die Jagd, für Gebäude & Evakuierungen

Für die Jagd: Der Nutzen einer Wärmebildkamera zur Jagd ist schnell erklärt und jedem ersichtlich. Nicht nur des Nachts, wenn die Sicht stark eingeschränkt ist, sondern auch unter Tage, wenn man nach einem Tier Ausschau hält, welches sich vielleicht im Blattwerk oder im Unterholz versteckt, kann eine Wärmebildkamera schnell weiterhelfen. Ist es besonders heiß an diesem Tag, funktioniert die Unterscheidung zwischen Blattwerk und einem warmen Körper allerdings nicht so wirklich gut.

Für Gebäude: Wärmebildkameras werden zur Beurteilung der Isolierung und Wärmedämmung eines Hauses verwendet. Seit einigen Jahren ist es in der EU üblich einen sogenannten Energieausweis für ein Gebäude zu erstellen. Dieser lässt Rückschlüsse darauf zu wie gut das Gebäude isoliert ist, wie effektiv die Heizkosten umgesetzt werden, etc.
Zur Ermittlung eines solchen Energieausweises verwendet man Wärmebildkameras für den industriellen Einsatz.

Für Evakuierungen: Gerade im Katastrophen- oder Notfall kann es zu raschen Evakuierungen kommen. Um niemanden zurückzulassen oder zum Beispiel verschüttete Opfer zu finden, kann eine Wärmebildkamera zum Einsatz kommen. Wichtig ist, dass eine Wärmebildkamera nur lebende Personen zuverlässig aufspüren kann, wenn genügend Temperaturunterschied zwischen einen warmen Körper und der Umgebung besteht.

Beliebte Marken: Pulsar, Bresser, Flir, Zeiss, Jahnke & Bosch

PulsarBresserFlirZeissJahnkeBosch

Pulsar ist ein Unternehmen aus Litauen. Pulsar gehört zu Yukon Advanced Optics Worldwide und hat sich auf Wärmebild-, Nachtsichtgeräte, Laser-Entfernungsmesser, Tageslichtoptik und die dazugehörige Software spezialisiert.

Die Bresser GmbH wurde 1957 gegründet. Es handelt sich um ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Rhede. Bresser stellt optische Geräte wie Ferngläser, Mikroskope, Teleskope und auch Actionkameras her und vertreibt diese auch direkt. Hauptzielgruppe ist vor allem die Industrie. Zum stetig wachsenden Sortiment gehören natürlich auch Wärmebildkameras. Seit 2010 gibt es eine US-amerikanische Niederlassung von Bresser, die Bresser LLC als Vertriebsgesellschaft, um auch den amerikanischen Markt zu erreichen.

Flir Systems Inc. ist ein besonders bekannter Hersteller von Wärmebildkameras und Optiken. Der Sitz liegt in Wilsonville in Oregon in den USA. Gegründet wurde das Unternehmen 1978. Die Zielgruppe des Unternehmens sind private Abnehmer aber vor allem Industrie, Sicherheitsorgane und die Streitkräfte. Flir verfügt über zwei Tochtergesellscahften Endeavor Robotics und Prox Dynamics und ist über diese Unternehmen an der Entwicklung von Robotern, vor allem für den militärischen Einsatz beteiligt.

Zeiss ist bekannt für Optiken im Schießsport, Jagdbereich und auch für hochwertige Fotoobjektive, vor allem in Zusammenarbeit mit Sony. Zeiss hat aber natürlich auch neben Ferngläsern auch Nachtsicht- und Wärmebildgeräte im Sortiment. Die Carl Zeiss AG ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Oberkochen. Die Firma wurde bereits 1846 in Jena gegründet. Neben hochmodernen Optiken gehören auch Optoelektronik, Medizintechnik, Halbleitertechnologie und Messtechnik zu den Unternehmensbereichen in denen Zeiss, vor allem für die Industrie, tätig ist.

Jahnke ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin welches sich auf Nachtsicht- und Wärmesichtgeräte spezialisiert hat. Die Zielgruppe sind Jäger und Jahnke macht weder bei der Qualität noch bei der Ausrichtung seiner Produktlinie Kompromisse. Das Qualitätsversprechen „Made in Germany“ steht bei Jahnke im zentralen Fokus. Die Manufaktur der hochpräzisen High Tech Optiken liegt im bayrischen Allershausen.

Das deutsche Traditionsunternehmen Bosch hat den Firmensitz in Stuttgart und wurde bereits 1886 gegründet. Ursprünglich wurden Werkzeuge und Gebrauchsgüter wie Elektrowerkzeuge und Haushaltsgeräte produziert und vertrieben. Inzwischen hat sich Bosch zum weltgrößten Autozulieferer gemausert. Neben Garten- und Elektrogeräten gehören auch Werkzeuge und Geräte für die Baustelle zum stetig wachsenden Sortiment und dieses umfasst auch Wärmebildkameras.

Wärmebildkamera als Zubehör für Smartphone, iPhone & Drohne

Eine Wärmebildkamera funktioniert gut im Verband mit anderen technischen Gadgets, so können Sie auf ein breites Funktionsspektrum zurückgreifen. Hier einige wichtige Anregungen.

Smartphone: Bestimmte Smartphones, zum Beispiel das CAT S62 Pro, haben eine integrierte Wärmebildkamera. Aber es gibt auch Wärmebildkamera-Module zum Nachrüsten, allerdings eher für iOS Geräte.

iPhone: Für die gängigen iPhones gibt es zum Beispiel vom Wärmebildkamera Profi FLIR aus den USA ein aufsteckbares Modul für iOS Geräte. Über den Lightning-Anschluss schnell verbunden und in der Software rasch eingerichtet liefert das Kamerasystem von FLIR hochwertige Aufnahmen und gibt sie über den iPhone Bildschirm wieder. Wir haben in unseren Empfehlungen die FLIR One Wärmebildkamera berücksichtigt.

Drohne: Es gibt auch Drohnen mit Wärmebildkameras bzw. können Sie eine Drohne, die ein Smartphone aufnehmen kann auch mit einem Wärmebild-Smartphone kombinieren und so auch aus der Luft Wärmebildaufnahmen machen, was besonders spannend in Wäldern und besonders nützlich in Katastrophengebieten ist. Für letzteren Einsatz kommen aber üblicherweise professionelle Drohnen der Hilfs- bzw. Streitkräfte zum Einsatz.

Wärmebildkamera bei Frankonia und Aldi erhältlich?

Wärmebildkamera beim Diskonter bzw. Jagdausstatter erhältlich? Wir haben für Sie recherchiert.

Frankonia: Bei Frankonia bekommen Sie alles rund um die Jagd. Von Thermokleidung bis hin zu hochwertiger Optik. Es verwundert also nicht, dass man auch hochwertige Wärmebildgeräte der Marken Hikmicro, Liemke, Nightlux und sogar Leica bekommt. Die Preise reichen von „Einsteiger“ bis zu „Profi“ und die erhältlichen Wärmebildgeräte decken ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten ab. Sind Sie Jäger und suchen nach einer passenden Wärmebild-Optik? Ein Blick auf Frankonia lohnt.

Aldi: Bei unseren Recherchen konnten wir ein Angebot der Bresser Wärmebildkamera TNS 1 bei Aldi im Onlineshop finden. Die Wärmebildkamera eignet sich ebenso für die Jagd wie für die Naturbeobachtung und zum Überprüfen der Wärmedämmung am Haus. Der Preis ist im Verhältnis zu anderen, ähnlichen Geräten, alditypisch niedrig gehalten. Wenn Sie keine speziellen Geräte benötigen sondern generell nur „ein“ Wärmebildgerät und das möglichst günstig, kann auch der Blick in den Onlineshop von Aldi lohnen.

Kann man mit einer Wärmebildkamera durch Wände sehen?

Bedingt, ja. Man hat vielleicht durch Videospiele und Actionfilme eine falsche Vorstellung davon wie das aussieht. Zum Einen werden alle Dinge die eine ähnliche Wärmesignatur haben abgebildet werden. Die „eine“ Frequenz auf der man ausschließlich Menschen ausfindig machen kann, gibt es nicht. Eine große Rolle bei der Bildgebung spielt natürlich die Wärmeabsorption der Wände. Je dicker oder besser isoliert die Wand, desto ungenauer, verschwommener und weniger genau wird die Abbildung.

Waermebildkamera Testbericht

Wie weit sieht eine Wärmebildkamera?

Je nach Einsatzzweck kann die Reichweite variieren, von mehreren hundert Metern bis zu 1,5 km, zum Beispiel bei Wärmebild-Geräten und Zielfernrohren für die Jagd. Bis zu dieser Entfernung können Personen und Tiere mit einer Größe von ca. 1,5 bis 1,8 Meter noch gut ausgenommen werden. Für die Überprüfung der Isolation eines Gebäudes braucht es freilich nicht so große Reichweiten. Militärische Anwendungen von Wärmebildkameras verfügen über Reichweiten von mehreren Kilometern.

Welches sind die besten Wärmebildkameras für die Jagd?

Letztlich ist die beste Wärmebildkamera für die Jagd eine sehr individuelle und persönliche Entscheidung. Doch gerade Firmen wir Pulsar und Liemke haben sich sehr oft in Wärmebildkameras Testberichten und Vergleichen von den Mitbewerbern abheben können.

Wo kann ich eine Wärmebildkamera mieten?

Es gibt eigene Unternehmen die diesen Service anbieten, man wird bereits nach einer kurzen Internetsuche fündig. Auch Baumärkte wie Hornbach, Obi und Bauhaus bieten Gerätschaften und Werkzeuge, darunter auch Wärmebildkameras zum Vermieten an. Auch Elektrohändler wie Conrad sind einen Versuch wert.

Wie viel kostet eine Wärmebildkamera?

Abhängig von der Ausstattung und dem angedachten Verwendungszweck bekommt man einfache Handgeräte bereits um 400 Euro. Im guten Mittelfeld liegt man um die 600 Euro. Für den industriellen Einsatz, die Jagd oder gar für das Militär sind die Grenzen ab ca. 1000 Euro nach oben hin offen.

Quellen und weiterführende Links:

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Wolfgang Ruppert